Grabenräumeinheit GRE (SZP-750)

   


    Bei den Grabenräumeinheiten (GRE) des Typs SZP-750 handelt es sich um eine aus drei Teilen bestehende Maschineneinheit aus deutsch/tschechischer Produktion, die die alten Grabenräum- und profiliermaschinen (GPM) des Typs GM 102 ersetzen sollten. Die Entwicklung erfolgte als Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Reichsbahn (DR) und der Tschechoslowakischen Staatsbahn (CSD). Aus DDR-Produktion stammten dabei die Lokomotive der Baureihe 110.5, der Unterwagen und die Hydraulikelemente der Arbeitseinheit. Beteiligt an der Herstellung der GRE waren beispielsweise das Lokomotivwerk Hennigsdorf, das FEW Blankenburg/Harz und MTH Vrutky. Unter der slowakischen Adresse www.tratovestroje.wbs.cz, die mir freundlicherweise von meiner Kollegin Monika B. übersetzt wurde, kann man nachlesen, dass der Entwurf dieser Maschine bereits auf das Jahr 1975 zurückgeht und die ersten beiden Maschinen für die Tschechoslowakische Staatsbahn im April 1983 und November 1983 in Betrieb gingen. Die erste Maschine für die Deutsche Reichsbahn wurde im April 1984 übergeben. Insgesamt wurden bis zum Jahr 1987 16 Maschinen hergestellt, davon sieben für die tschechische Staatsbahn und neun (nach A. Polnik 10 Stück) für die Deutsche Reichsbahn. Die nach der Auflösung der Tschechoslowakischen Republik 1993 in Tschechien verbliebenen Maschinen sind mittlerweile nicht mehr im Einsatz, die slowakischen Maschinen werden dagegen weiterhin eingesetzt. Vor Beginn der Serienproduktion wurde bereits in den siebziger Jahren ein Funktionsmuster hergestellt, das sowohl bei der Deutschen Reichsbahn als auch der Tschechoslowakischen Staatsbahn ausgiebig getestet wurde. Die Deutsche Reichsbahn erprobte die Maschine im Zeitraum April bis November 1978 in verschiedenen Dienststellen. Damit sollte sichergestellt werden, dass eine Erprobung bei einer Vielzahl unterschiedlicher Böden erfolgen konnte. So wurden im Rahmen der Betriebserprobung ca. 21.500 m Gräben beräumt, ca. 14.400 m Gräben und ca. 2.600 m Gräben für die Tiefenentwässerung bzw. für Kabelgräben hergestellt. Geringe Störanfälligkeit und hohe Funktionssicherheit zeichneten das Funktionsmuster, das sowohl beim Untergestell als auch der Kabine des Schutzwagens erheblich von denen der späteren Serienausführung abweicht, aus.

Eine Einheit besteht aus einer Zuglok der Baureihe 110.5 (bei der DB AG Baureihe 710), einem Schutzwagen und der eigentlichen Arbeitseinheit. Die Dieselloks der Baureihe 110.5 unterscheiden sich u.a. von den "normalen" Loks der Baureihe 110 durch einen stirnseitigen Flansch, durch den die Lok fest mit dem Arbeitsteil (oder alternativ mit einer Hochleistungsschneefräse) verbunden werden kann und diesen mittels einer Gelenkwelle antreibt. Dadurch war die Ausrüstung des Arbeitsteils mit eigenen Antriebsaggregaten überflüssig. Die Entwicklungsgeschichte und der Verbleib dieser Lokomotiven werden ausführlich bei Dieter Römhild beschrieben

Die Grabenräumeinheiten der Deutschen Reichsbahn sind u.a. für die Durchführung folgender Aufgaben geeignet:
    - Räumen, Wiederherstellung und Neuanlage von Bahngräben
    - Fräsen von Kabelgräben und Rohrgräben (Tiefenentwässerung)
    - Abtragen von Rückständen an Böschungen
    - Schotteraufnahme
    - verschiedene Pflug- und Planieraufgaben
Je nach durchzuführender Aufgabe und abhängig von der Bodenbeschaffenheit beträgt die Arbeitsgeschwindigkeit 150 bis 600 m/h.

Zur Durchführung dieser Aufgaben ist die GRE mit einem hydraulisch angetriebenen Schaufelrad ausgestattet, dass um 180° schwenkbar ist und zugleich um 30° gekippt werden kann. Zusätzlich ist die Maschine auf jeder Seite mit einem Pflug ausgestattet. Zum Abtransport von Baustoffen können der GRE auch Bandspeichereinheiten, z.B. Silowagen MFS 40, oder modifizierte Schneeräumeinheiten beigestellt werden.
 

Update
26.10.2018
02.11.2018



    Nachfolgend eine Aufstellung der mir bekannten GRE:

GRE 11 (Obw Berlin-Köpenick)
710 962-2
80 50 979 1728-2 Maschinenteil
80 50 979 1729-0 Schutzwagen

GRE 21 (Obw Wilhelm-Pieck-Stadt Guben)
110 960-2
??? Maschinenteil
80 50 972 5013-0 Schutzwagen (Prototyp)

GRE 22 (Obw Wilhelm-Pieck-Stadt Guben)
110 9xx-x
80 50 979 2271-2 Maschinenteil
80 50 972 2272-0 Schutzwagen

GRE 31 (Obw Radebeul)
110 970-1
??? Maschinenteil
??? Schutzwagen

GRE 41 (Obw Neudietendorf)
110 964-4
80 50 979 4702-4 Maschinenteil
80 50 979 4703-2 Schutzwagen

GRE 61 (Leipzig)
110 967-7
80 50 979 6237-9 Maschinenteil
80 50 979 6238-7 Schutzwagen

GRE 71 (Obw Königsborn)
110 xxx-x
80 50 979 xxxx-x
80 50 979 xxxx-x

GRE 81 (Obw Bützow)
110 9xx-x
80 50 979 8020-7 Maschinenteil
80 50 979 8021-5 Schutzwagen

Sind noch weitere Wagennummern bekannt?

 

Update
26.10.2018
02.11.2018

    Neben den üblichen MFS 40 von Plasser & Theurer, die zusammen mit den GRE zum Einsatz kamen, gab es zumindest probeweise auch den Einsatz von DDR-Eigenentwicklungen. Leider gibt es im www nur sehr spärliche bis gar keine Informationen zu diesen Einsätzen. Folgende Informationen sind mir bislang bekannt:

Mechanisierter Schüttgutwagen (MSW)

Dieser wurde bereits 1980 vom FEW in Blankenburg/Harz entwickelt. Die Wagennummer lautet 40 50 979 2713-2. Zumindest im Frühjahr 1982 war der Wagen, der wegen seiner auffälligen Bauart schnell den Spitznamen "Schweinebauch" bekommen hat, der GRE 21 beigestellt. Der MSW wurde auf einem sechsachsigen Tiefladewagen aufgebaut und besteht aus einem Aufbau mit einer Kratzerkette über die gesamte Wagenlänge. Der Abwurf erfolgt über zwei schwenkbare Förderbänder. An einer Wagenseite befindet sich ein Stromaggregat. Der Einsatz des MSW kann sowohl mit den Grabenräumeinheiten als auch mit Bettungsreinigungsmaschinen erfolgen. Das Fassungsvermögen beträgt 40 m3, die Leistung maximal 180 m3/h und für die Bedienung sind zwei Maschinisten erforderlich. Die Entladung eines MSW erfolgt innerhalb von 10-15 Minuten, wobei eine Abwurfweite von bis zu 10 m von der Gleisachse erreicht wird. Die Tendenz bei der DR ging schließlich dahin, dass die MSW hauptsächlich mit den GRE zum Einsatz kommen sollten, während die Bettungsreinigungsmaschinen vorwiegend mit 2-Silo-Dumperanlagen (2-SDA) eingesetzt werden sollten.
Letztendlich ist der MSW, der bei den Personalen nicht sonderlich beliebt war, nach einem Unfall ca. 1992 nicht mehr eingesetzt worden.

Schüttgutwagen (SGW 40)

Das Forschungs- und Entwicklungswerk (FEW) in Blankenburg/Harz hat einen Schüttgutwagen (SGW 40) entwickelt, der nach mir vorliegenden Bildern und Berichten mit der Nummer 80 50 979 3501-1 zumindest im April 1992 mit der GRE 41 und im Oktober 1992 mit der GRE 31 im Einsatz war. Innen war eine Förderkette eingebaut, die aber bei größeren Schotteranteilen im Aushub öfter Probleme bereitete, da sich immer wieder Steine verklemmten. Vorteil des Wagens war, dass er "dicht" war. Das heißt, beim Ausheben von Wassergräben liefen Schlamm oder verunreinigtes Wasser nicht in das Schotterbett ab, sondern blieben im Wagen.

Ich wäre daher für weitergehende Informationen und vor allem auch weiteren Bildern zu diesen beiden Wagentypen sehr dankbar!
 

Update
26.10.2018



    Ergänzung 26.03.2006
Zum Thema Grabenräumeinheit erhielt ich noch folgende Informationen von Heinz Kopp:
    "1994 gab es noch
     97 52 01 104 18-2 GRE 441 Glb Naumburg Fab.-Nr. 03 Erstzulassung: 15.03.1984
     97 52 01 105 18-9 GRE 151 Glb Berlin Fab.-Nr. 08 Erstzulassung:07.06.1985
     97 52 01 107 18-5 GRE 371 Glb Magdeburg Fab.-Nr. 05 Erstzulassung: 25.10.84
     Die Glb-Betriebe gingen ja dann ca. 1994 in den Bestand der DGT über.
     1996 waren hier die beiden SZP 750 aufgeführt:
     97 52 01 501 18-9 Fab.-Nr. 05 NL Magdeburg
     97 52 01 503 18-5 Fab.-Nr. 08 NL Berlin

     Die Wagennummern vor den 97er-Nummern sind mir nicht bekannt.

     Mir ist noch bekannt:
     die GRE 61 Glb Leipzig
     80 50 979 6 237-6 GRE
     80 50 979 6 238-4 Schutzwagen

     GRE 81 Bützow"
 

    Bilder der GRE 61 sind im MIBA-Report Dienstfahrzeuge (1) von Axel Polnik zu sehen. Diese besteht neben den von Heinz Kopp genannten
80 50 979 6237-9 GRE und 80 50 979 6238-7 Schutzwagen noch aus der 710 967-1.

Nach dem Übergang der DR-Gleisbauwerke auf die DGT sind vermutlich die GRE bzw. einige der Schutzwagen auseinandergebaut und als normale Werkwagen weiterverwendet worden. Was aus den Maschinenteilen geworden ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wahrscheinlich ist jedoch, dass diese mangels anderer Verwendungsmöglichkeiten verschrottet wurden. Leider gibt es zu den Grabenräumeinheiten keine nennenswerten Unterlagen mehr, die auf Wagennummern oder den Verbleib schließen lassen. Deshalb gebührt mein Dank an dieser Stelle der DGT und hier namentlich Herrn Klingenberg, die mir die persönliche Inaugenscheinnahme der in Königsborn vorhandenen Reste ermöglichten.

Nach der Abstellung der Grabenräumeinheiten wurden die Lokomotiven der Baureihe 710 überwiegend für die Überführung von Bauzügen zu den entsprechenden Baustellen eingesetzt. Einige Lokomotiven wurden auch verkauft. Somit sind heute nicht alle DGT-Lokomotiven der Baureihe 710 die damaligen Originallokomotiven der Grabenräumeinheiten. Detaillierte Informationen dazu gibt es auf Dieter Römhilds V 100-Seite.


   
 


 
  GRE 11

 

 
110 (vermutlich 964-4)
Zuglok GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Wannsee, 17.03.1986

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1728-2
Arbeitsgerät GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Wannsee, 17.03.1986

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1728-2
Arbeitsgerät GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Wannsee, 17.03.1986

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1729-0
Schutzwagen GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
4 REV VP 18.11.83
(Was ist VP? Ich vermute der tschechische Hersteller. V=Vrutky?)
Berlin-Wannsee, 17.03.1986

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1729-0
Schutzwagen GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Wannsee, 17.03.1986

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1729-0
Schutzwagen GRE 11
Obw Köpenick
dahinter 80 50 979 1728-2 und 710 962-2
Berlin-Köpenick, 07.06.1992

Am 27.06.1993 habe ich in Berlin-Köpenick die oben gezeigte Grabenräumeinheit erneut gesehen. Dabei trug der Schutzwagen bereits die Nummer 97 52 01 101 18-8, während die eigentliche Maschine noch ihre DR-Nummer 30 50 979 1728-2 trug.

1990 war die GRE 11 noch im typischen Reichsbahn-Orange unterwegs und zwischen den Fenstern prangte noch der Berliner Bär.

 

Update
30.01.2008
31.01.2015



 
80 50 979 1728-2
Arbeitsgerät GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Rangsdorf, 08.04.1990

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

 
110 962-8
Obw Berlin-Köpenick
Rangsdorf, 08.04.90

 

Update
16.02.2008
31.01.2015

 
80 50 979 1729-0
Schutzwagen GRE 11
Obw Berlin-Köpenick
Rangsdorf, 08.04.1990

 

Update
16.02.2008
31.01.2015

  Im Bahnhof Rangsdorf waren weitere der GRE 11 beigestellte Wagen abgestellt:
80 50 971 3505-9 MFS 40-12 (und weitere MFS 40)
80 50 971 0150-7 Werkstattwagen G [1970] Berlin/Obw Berlin-Köpenick
60 50 99-08 119-8 Dienst Wohnwagen Berlin/Obw Berlin-Köpenick (ex Kommandantenwagen (K-Zug))
60 50 99-15 111-6 Dienst aa Wohnwagen Berlin/Obw Berlin-Köpenick
60 50 99-10 135-0 Dienst Begleiterwagen MFS 40 Berlin/Obw Berlin-Köpenick

 

Update
16.02.2008
31.01.2015





  1993 gehörten auch diese beiden Wohnwagen zu den Begleitwagen der GRE 11  
 
60 50 99-17 181-7
Dienst aa - Wohnwagen GRE 11
Rbd Berlin/Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Köpenick, 06.06.1993

 

Update
07.10.2009
31.01.2015

 
60 50 99-17 182-5
Dienst aa - Wohnwagen GRE 11
Rbd Berlin/Obw Berlin-Köpenick
Berlin-Köpenick, 06.06.1993

 

Update
07.10.2009
31.01.2015

 


 
  GRE 31 (GRE 431)

 

 
 

Update
02.11.2018

  Arbeitsmaschine der GRE 431 (ex GRE 31)
Baumechanik Radebeul
Die Maschine hat 1992 noch eine umfangreiche Generalüberholung bekommen.
Glauchau, Datum unbekannt

Fotograf: Jens Hillmann

 

Update
02.11.2018

 
 

Update
02.11.2018

  Schalttafel der GRE 431 (ex GRE 31)
Glauchau, ca. September/Oktober 1993

Fotograf: Jens Hillmann

 

Update
02.11.2018

 


 
  GRE 61

 

 
80 50 979 6237-9
GRE 61
Walddrehna, 05.10.1993

Fotograf: Lutz Krause

 

Update
31.01.2015

 


 
 
Eine unbekannte GRE aus ungewöhnlicher Perspektive
Berlin-Blankenburg, Oktober 1992

© Mathias Kohla

 

Update
05.08.2008
31.01.2015

 


 
 
710 960-6
ex 110 960-2
ex 110 980-0
Herst. LEW 1976/15395
20.06.1992

Bildautor: Hans-Peter Waack

 

Update
14.12.2008
31.01.2015

 


 
 
710 961-4
ex 110 961-0
Herst. LEW 1983/17310
Berlin-Tempelhof, xx.xx.1997

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

 
110 961-0
Fahrzeugausstellung auf dem Wriezener Bahnhof

Bildautor: Dietrich Baumgarten

 

Update
21.09.2008
31.01.2015

 

 

Update
21.09.2008
31.01.2015

 


 

 
710 962-2
ex 110 962-8
Herst. LEW 1983/17311
Berlin-Köpenick, 07.06.1992

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

 
710 962-2
ex 110 962-8
Herst. LEW 1983/17311
Berlin-Blankenburg, Sommer 1993

© Mathias Kohla

 

Update
05.08.2008
31.01.2015

 


 
 
710 964-8
ex 110 964-4
Herst. LEW 1983/17313
Berlin-Grunewald, 11.10.2003

 

Update
31.01.2008
31.01.2015


 
 
92 80 1 293 010-5
DB Bahnbau Gruppe
ex 710 964-8
ex 110 964-4
Herst. LEW 1983/17313
Berlin-Grünau, 25.03.2012

 

Update
25.03.2012
31.01.2015

 


 

 
710 965-5
ex 110 965-1
Herst. LEW 1983/17314
Königsborn, 04.09.2004

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

 


 
 
Kabine eines GRE-Schutzwagens, als "Bude" in Königsborn bei der DGT. Die Nummer ist leider nicht bekannt. Es zeigen sich jedoch einige Abweichungen zum oben gezeigten Schutzwagen der GRE 11.
Königsborn, 15.07.2006

 

Update
31.01.2015

 
Die in Königsborn noch vorhandene Kabine eines GRE-Schutzwagens wurde zwischenzeitlich umgesetzt. Der bislang unzugänglich einer Hauswand zugewandten Seite (siehe Bild vom 15.07.06) konnte unter dem Lack noch eine Wagennummer entlockt werden:
80 50 979 8021-5
Da die "8" an der achten Stelle der Wagennummer für die Rbd Schwerin steht, müsste es sich somit um den Schutzwagen der GRE des Obw Bützow handeln. Das wäre dann höchstwahrscheinlich die von Heinz Kopp genannte GRE 81. Analog zur bekannten Nummernsystematik der GRE 11 und der GRE 61 müsste der Maschinenteil dann die Nummer 80 50 979 8020-7 gehabt haben. Vielleicht kann diese Vermutung jemand bestätigen.
Königsborn, 25.03.2008

 

Update
28.03.2008
31.01.2015



Update
28.03.2008
31.01.2015

 
Das ist vermutlich das passende Unterteil zur obigen "Bude". Hersteller MTH Vrutky. Jetzt im Einsatz als Werkwagen 15 der DGT.
Königsborn, 15.07.2006

 

Update
31.01.2015

 
Anschriften des Werkwagens 15
Hatten die GRE-Schutzwagen die Anschrift "Vor dem Drehen des Wagens ..."? Auf allen mir vorliegenden Bildern ist dieses Detail leider nicht zu erkennen. Und vor allem: Wie wurde der Wagen gedreht?
Königsborn, 15.07.2006

 

Update
16.02.2008
31.01.2015

 


 
 
(Bild 1)
Vermutlich ein weiteres Unterteil eines GRE-Schutzwagens findet bei der DGT als Werkwagen ein Gnadenbrot (Bild 1).
Für die Verwendung als GRE-Schutzwagen sprechen folgende Gesichtspunkte, die auch bildlich festgehalten wurden:
Die Schutzwagen stammen aus tschechischer Produktion, der hier gezeigte Wagen wurde von Poprad 1983 gebaut (Bild 2). Dies stimmt mit der Ablieferung der ersten tschechischen Einheiten überein.
In Wagenmitte befindet sich ein Aufstieg für den Zugang zur Kabine des Schutzwagens (Bild 3a). Dieser Wagen hat auf der anderen Seite einen doppelten Aufstieg (Bild 3b). Ob dies serienmäßig war, kann ich jedoch momentan nicht sagen.
Der Teil der Ladefläche, der nicht mit der Kabine belegt war, ist durch ein Geländer abgesichert gewesen. Dieses wurde vermutlich bei der Herrichtung zum Werkwagen entfernt. Die Reste des Geländers sind jedoch noch erkennbar (Bild 4).
Auf der Ladefläche sind noch Reste der Leitungen vorhanden (Bild 5).
Interessant an diesem Wagen ist die Tatsache, dass unter dem Lack eindeutig der Hinweis auf eine CSD-Vergangenheit zu erkennen ist. "CSD 30" ist eindeutig zu erkennen und danach noch zwei Ziffern, evtl. "60". Durch diese Entdeckung werden natürlich wieder neue Fragen aufgeworfen. Hat die CSD etwa "gebrauchte" GRE an die DR abgegeben? Oder sind diese erst nach der Abstellung in Tschechien nach Deutschland gelangt?
Königsborn, 25.03.2008

 

Update
28.03.2008

 
(Bild 2)

 

Update
28.03.2008
31.01.2015

 
(Bild 3a)

 

Update
28.03.2008
31.01.2015

 
(Bild 3b)

 

Update
28.03.2008
31.01.2015

 
(Bild 4)

 

Update
28.03.2008
31.01.2015

 
(Bild 5)

 

Update
28.03.2008
31.01.2015

 


 

 
Das müsste m. E. 110 980-0, die spätere 110 960-2, sein, die 1976 (LEW 1976/15395) in Dienst gestellt wurde. Alle anderen Loks der Baureihe 110.5 wurden erst 1983 in Dienst gestellt. Über den Lebenslauf dieser interessanten Lok gibt es mehr auf Dieter Römhilds V 100-Seiten zu lesen.
Gaschwitz, 21.08.1979

© Siegfried Künzel

 

Update
24.01.2008
31.01.2015



 
 
Eine Bauart eines Schutzwagens, die ich vorher nie gesehen habe. Aufgrund des Aufnahmedatums handelt es sich hier evtl. um den GRE-Prototypen?
Gaschwitz, 21.08.1979

© Siegfried Künzel

 

Update
24.01.2008
31.01.2015



 
 
Bei diesem Wagen handelt es sich offensichtlich um das Untergestell des Schutzwagens aus der Prototyp-GRE (GRE 21).
Der ehemalige 80 50 972 5013-0 als Werkwagen der DGT.
Königsborn, 15.07.2006

 

Update
22.01.2008
26.03.2008
31.01.2015
24.10.2018

 
Hier nochmal das Unterteil des Prototyp-Schutzwagens. Nach neuen Erkenntnissen muss die ehemalige Wagennummer allerdings in 80 50 972 5013-0 geändert werden. Offensichtlich wurde der Prototyp, anders als die anderen GRE-Einheiten, in das Nummernschema der Rbd Cottbus einsortiert. Die anderen Einheiten erhielten Nummern im Bereich 80 50 979 xxxx-x.
Im Hintergrund ist übrigens der oben gezeigte Werkwagen 15 zu sehen, der jedoch nicht mehr näher untersucht werden konnte, da die ganze Einheit unmittelbar nach diesem Foto wegrangiert wurde.
Königsborn, 25.03.2008

 

Update
28.03.2008
31.01.2015
24.10.2018

 


 
  Die nächsten sechs Bilder zeigen die tschechische (bzw. jetzt slowakische) Variante der SZP-750. Vielen Dank an Dieter Römhild für die Übersendung der Bilder.
Über die "komischen" Wagennummern bin ich noch am grübeln. Vielleicht könnte mich mal jemand über das slowakische Nummernsystem aufklären.

 
 
745 601-5 der ZSR
Trebisov, 07.04.2007

© Dieter Römhild

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
99 56 93-10 006-8
SZP-750 der ZSR
Trebisov, 07.04.2007

© Dieter Römhild

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
44 56 02-70 605-0
Schutzwagen
Dieser ist von der Bauart her identisch mit dem Schutzwagen der GRE 11 (siehe oben)
Trebisov, 07.04.2007

© Dieter Römhild

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
84 56 09-76 805-4
MFS 100
Trebisov, 07.04.2007

© Dieter Römhild

 

Update
30.01.2008
31.01.2015

 
110 969-3
Die Lok wurde 1983 von LEW an die Deutsche Reichsbahn abgeliefert und 1987 von dieser an die CSD verkauft. Nach der Aufgliederung der Tschechoslowakei wurde sie von der slowakischen Staatsbahn übernommen.
Banska Bystrica, 19.09.2001

© Dieter Römhild

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

 
00 56 02-50 603-1
Schutzwagen
Banska Bystrica, 19.09.2001

© Dieter Römhild

 

Update
31.01.2008
31.01.2015

     
   


Quellen:
- DR DV 808 Th. 62 Einsatzanweisung für Baumaschinen und -geräte - Grabenräumeinheit (GRE), Typ SZP-750
- DB AG Richtlinie 825 - Baumaschinen einsetzen
  Modul 825.8301 Grabenräumeinheiten Bauart (GRE), Bauart SZP-750
- Arendt Boldt - Bahndienstfahrzeuge (Lokrundschau Verlag)
- Axel Polnik - Dienstfahrzeuge (1) (MIBA-Report)
- Informationen von Heinz Kopp und Jens Hillmann
- Bilder von Siegfried Künzel, Lutz Krause, Mathias Kohla, Hans-Peter Waack, Dietrich Baumgarten, Dieter Römhild und Jens Hillmann
- Die V 100 der Deutschen Reichsbahn von Dieter Römhild
- www.tratovestroje.wbs.cz
  Hier gibt es interessante Bilder tschechischer bzw. slowakischer GRE zu sehen, u.a. auch einen Schutzwagen
  in der Bauform der "Königsborner Bude"
- Schienenverkehr in der DDR Bd. IV
  Transpress-Verlag, Stuttgart 2002
- Heinie: Sozialistische Arbeitsteilung in Aktion
  (in: Signal und Schiene 4/79)
- Schmidt: Technischer Aufbau der Grabenräumeinheit
  (in: Signal und Schiene 2/80)
- Rohrmann: Erfahrungen mit dem Funktionsmuster der Grabenräumeinheit im Betriebseinsatz
  (in: Signal und Schiene 3/80)
- Chilian/Lieberenz: Bau einer Tiefenentwässerung mit der Grabenräumeinheit
  (in: Signal und Schiene 4/81)
- Kiessling: Verladung von Bettungsrückständen und Massen aus der Grabenräumung
  (in: Signal und Schiene 4/83)
- Richter/Karff: Entwicklung und Produktion eigener Gleisbaumaschinen und Rationalisierungsmittel
  (in: Signal und Schiene 6/85)



Weitere Informationen und/oder Bilder sind ausdrücklich erwünscht!

   
 

 



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